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Thiem: „Die letzten beiden Wochen haben mir einen Riesenboost für Wien gegeben“

Am „Thiemstag“ geht es bei den Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle Schlag auf Schlag.
Verfasst von: Presseaussendung / Redaktion, 24.10.2022
© Bildagentur Zolles KG
Dominic Thiem

Am morgigen Thiemstag (25. Oktober 2022) geht es bei den Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle Schlag auf Schlag. Eröffnet wird der Spieltag mit der Partie des Bulgaren Grigor Dimitrov gegen den Brasilianer Thiago Monteiro, danach fordert der Niederösterreicher Jurij Rodionov den Kanadier Denis Shapovalov heraus. Nicht vor 17:30 Uhr kommt es dann zum mit Spannung erwarteten Wien-Comeback von Dominic Thiem gegen den US-Amerikaner Tommy Paul. Im Anschluss daran steht noch die Kracherpartie zwischen dem Polen Hubert Hurkacz und dem Vorjahresfinalisten Frances Tiafoe (USA) auf dem Programm.

Bei einer Pressekonferenz vor seinem ersten Match in der Wiener Stadthalle sprach Thiem über die Turniere in Gijon und Antwerpen, neu gewonnenes Selbstvertrauen und die Erwartungen bei seinem Heimturnier.

Mit den beiden Semifinals in Gijon und Antwerpen ist es zuletzt steil bergauf gegangen. Es geht also definitiv in die richtige Richtung!

Dominic Thiem: Vor Gijon habe ich eine sehr gute Trainingswoche gespielt. Gijon war dann ein guter Schritt vorwärts, und der Sieg gegen Hurkacz in der Vorwoche in Antwerpen war einer der schönsten seit langer Zeit – weil es einfach der erste Sieg gegen einen absoluten Weltklassemann war. Das hat sich unglaublich angefühlt. Am nächsten Tag war’s gegen Korda leider genau in die andere Richtung, aber das Turnier war trotzdem schwer in Ordnung. Die letzten beiden Wochen haben mir einen Riesenboost für Wien gegeben.

Gilt die Aussage von der Pressekonferenz am 30. September noch: „Favoriten in Wien sind heuer andere!“?

Es ist seitdem einiges passiert, aber ich bin sicher kein Favorit. Gijon und Antwerpen waren 250er-Turniere. Zwar auch mit absoluten Topspielern, aber Wien ist eine andere Hausnummer. Wenn man sich das genauer anschaut, war ich gegen Giron in Gijon ganz kurz vor dem Aus. Es hätte auch gegen Cerundolo in Antwerpen locker vorbei sein können. Es waren viele enge Matches dabei. Hier in Wien sind fast nur Top-40-Spieler am Start. Ich bin sicher nicht so weit, mich als Favorit zu sehen.

Wie wichtig ist es in der derzeitigen Phase, knappe Dreisatz-Partien zu gewinnen?

Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn ich viele enge Matches gewinne. Oft ist da auch Glück dabei. Bei Hurkacz war es so, am nächsten Tag war das Glück dann weg. Auf dem Level ist das einfach so, aber es ist sicher positiv, wenn ich mehr dieser Matches gewinne als verliere.

Oft geht es nur um die Konstanz.

Das ist ganz sicher so, da fehlen mir noch immer ein paar Prozent, dass ich weniger Ups und Downs während eines Matches habe. Das kann sich nur verbessern, wenn man Woche für Woche spielt. Das war jetzt eigentlich perfekt für mich. Genau so kann ich mir diese Konstanz zurückholen.

Könnte es sein, dass Wien das letzte Turnier in diesem Jahr ist?

Ich habe für Paris-Bercy in der kommenden Woche um eine Wildcard angefragt, da bekomme ich noch Bescheid. Wenn das klappt, dann spiele ich das auch noch. Sonst kommt es darauf an, wie es mir in Wien geht. Wenn ich hier die Top 100 knacke, dann werde ich eher die Saison beenden. Wenn nicht, kann es sein, dass ich noch einen oder zwei Challenger anhänge.

Das letzte Mal in Wien bist du als regierender US-Open-Champ gekommen, jetzt schaut das ganz anders aus. Kannst du das ein bisschen beschreiben?

Das war nicht nur 2020, sondern eigentlich seit 2016 so – da bin ich immer als Top-Ten-Spieler hergekommen und hatte auch selbst immer die Erwartungshaltung, richtig weit zu kommen. 2019 ist es mir mit dem Turniersieg zum Glück gelungen, aber es ist jetzt eine ganz andere Ausgangslage. Obwohl die letzten Wochen sehr positiv waren, wäre es ein richtig großer Erfolg, die erste Partie zu gewinnen. Vor ein paar Wochen waren Spiele und Siege gegen Top-30-Leute fast eine Sensation, und so viel hat sich da nicht geändert. Ich habe jetzt das Ziel, mein erstes Match zu gewinnen, das wäre für mich persönlich eine Riesensache. Da hat sich also schon sehr viel geändert. Ein Matchsieg und dann eine Niederlage wären in den letzten Jahren eine herbe Enttäuschung gewesen.

Hättest du vor drei Wochen überhaupt geglaubt, dass du in Paris um eine Wildcard ansuchen wirst? Da hast du ja noch Challenger gespielt.

Ich brauche viele Siege und gute Matches fürs Selbstvertrauen. Die Partien gegen Rublev oder gegen Korda – das war schmerzhaft, aber mit einem Tag Abstand gut fürs Selbstvertrauen, weil ich gut gespielt habe und auch konstant war. Gegen solche Spieler war es noch zu wenig, aber ich weiß, dass sich das relativ schnell ändern kann. Meine Situation ist definitiv besser als erwartet. Ich habe gedacht, dass ich nach Wien um 150 stehen werde und auf jeden Fall noch Challenger spielen muss, um heuer noch die Top 100 zu erreichen. Jetzt hatte ich schon die Chance gegen Korda und habe in Wien die nächste Möglichkeit. Ich habe mich in eine bessere Lage gebracht, als ich das vor drei Wochen erwartet hätte.

Du scheinst auch viel mehr Freude auf dem Platz zu zeigen. Kannst du die jetzigen Erfolge anders genießen als früher?

Definitiv. Vor der Verletzung ist es durchgehend bergauf gegangen. Ich war ab Mitte 2016 Top Ten und bin immer dort geblieben. Vieles war selbstverständlich. Dass ich bei allen Grand Slams außer Wimbledon als Mitfavorit hinfahre. Man verliert die Sicht auf die Realität. Ich glaube aber, dass das auch normal ist, wenn man nie etwas anderes erlebt hat. Das hat mir jetzt definitiv die Realität aufgezeigt und gezeigt, wieviel schwere Arbeit dahinter liegt, um überhaupt Matches auf der ATP-Tour zu gewinnen. Zwei gute Wochen wie Gijon und Antwerpen fühlen sich jetzt besser an als ein Grand-Slam-Viertelfinale. Ich bin froh darüber, dass ich das jetzt viel mehr zu schätzen weiß.

Es gab viele Kritiker zu Beginn des Comebacks. Hast du innerlich an dir gezweifelt?

Gezweifelt habe ich sicher im ersten Teil des Comebacks. Die French Open waren der absolute Tiefpunkt, wo ich auch alle Kritiker verstehen kann. Es war ein Graus, wie ich dort gespielt habe. Da habe ich schon gezweifelt, weil davor lagen einige Monate mit vollem Training. Ich habe im Training gesehen, dass ich weit weg bin und gegen die guten Leute keinen Satz gewinne. Ich habe trotzdem jeden Tag hart trainiert. Der lange Trainingsblock nach Paris war wichtig. Da hat es Klick gemacht, wo ich gemerkt habe, jetzt fühlt es sich besser, ein bisschen wie früher an. In Bastad der erste Sieg auf der Tour und dann gleich das erste Viertelfinale waren extrem wichtig. Da habe ich gesehen, dass ich auch wieder gegen Bessere gewinnen kann. Ab dann ist es wieder die meiste Zeit in die richtige Richtung gegangen.

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