Keine weitere Überraschung durch Grabher in Madrid
Julia Grabher ist in der zweiten Runde des WTA-1000-Turniers von Madrid nach einer 2:6,-3:6-Niederlage gegen die Nummer 25 der Welt Leylah Annie Fernandez ausgeschieden. Nach dem Qualifikationssieg von Sinja Kraus über Anastasia Potapova und ihrer anschließenden Niederlage im Hauptbewerb gegen die ehemalige Weltranglistenerste Karolína Plísková schien das Event für die österreichischen Damen beendet. Allerdings rückte Potapova (WTA 56) am Freitag durch die krankheitsbedingte Absage von Madison Keys (USA) als Lucky Loserin nach und startete mit einem Freilos auf direktem Weg in Runde zwei – und steht nach einem glatten 6:3,-6:1-Erfolg über die Chinesin Shuai Zhang (WTA 65) sogar im Sechzehntelfinale. Als Gegnerin wartet dort am Sonntag die auf 21 gesetzte Lettin Jelena Ostapenko (WTA 40), die French-Open-Siegerin von 2017.
Grabher (WTA 107) hatte zum Auftakt mit dem Sieg über die spanische Lokalmatadorin Paula Badosa, die noch vor vier Jahren die Nummer zwei der Welt war, für eine Überraschung gesorgt. Am Donnerstagabend musste die Vorarlbergerin auf Court 5 des Sportkomplexes Caja Mágica im ersten Satz Breaks zum 1:3 und zum 2:6 hinnehmen. Nach einem frühen Break der 29-Jährigen im zweiten Durchgang schlug Fernandez prompt zurück und ließ in ihren eigenen Aufschlagspielen nichts mehr anbrennen. Grabher musste hingegen auch ihr nächstes Servicegame abgeben, woraufhin die Kanadierin ihren Vorsprung souverän zum Einzug in Runde drei verwertete. Umso erfreulicher war dafür der Auftritt von Potapova am nächsten Tag, die in der gesamten Partie gegen Zhang lediglich eine einzige Breakchance gegen sich zuließ. Die 25-Jährige antwortete auf das dabei kassierte Break zum 5:3 im ersten Satz mit einem weiteren erfolgreichen Returngame zum Satzgewinn und zog im zweiten Abschnitt gleich vorentscheidend auf 5:0 davon.
Am Freitagabend erwischte es dann den einzigen rot-weiß-roten Vertreter im Herreneinzel des parallel ausgetragenen ATP-Masters-1000-Events. Sebastian Ofner musste sich in der zweiten Hauptrunde dem auf 25 gesetzten Argentinier Tomás Martín Etcheverry (ATP 29) mit 4:6, 4:6 beugen. In beiden Sätzen machte ein Aufschlagverlust des Steirers gleich im ersten Game letztlich den Unterschied. „Heute war es ein schwieriges Match für mich. Ich habe mir ein bisschen schwergetan, in die Partie reinzukommen und leider nicht meinen Rhythmus, den ich gerne gehabt hätte, gefunden. Und dann ist das gegen so einen Spieler natürlich schwierig zu überstehen“, bekannte Ofner, der vor allem Probleme mit dem Return beklagte und diesmal zu keinem Breakball kam. Weiter geht es für ihn am Sonntag mit dem Flug zum ATP-175-Challenger in Aix-en-Provence (Frankreich), den der 29-Jährige noch vor seiner Hauptbewerbsteilnahme beim nächsten ATP-Masters-1000-Turnier in Italiens Hauptstadt Rom bestreiten möchte.