Digital Campus Vorarlberg Tennisliga: Neuerungen für 2027 und 2028 stehen fest
Von den Rückmeldungen der Vereine zur konkreten Umsetzung
Bei der Liga-Nachbesprechung am 28. Juli 2026 wurden an vier Arbeitstischen zahlreiche Erfahrungen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge der Vereine gesammelt. Diese wurden anschließend vom VTV gesichtet, thematisch geordnet und bewertet. Beim Update-Meeting am 29. September wurden die daraus entstandenen Maßnahmen präsentiert und diskutiert. Damit steht nun fest, welche Änderungen bereits mit der Saison 2027 umgesetzt werden und welche strukturellen Schritte für 2028 vorgesehen sind. Umsetzungsfahrplan-20272028
Ziel ist es, die Digital Campus Vorarlberg Tennisliga gemeinsam mit den Vereinen weiterzuentwickeln, organisatorische Hürden zu reduzieren und gleichzeitig die sportliche Attraktivität der Liga zu erhalten bzw. weiter zu steigern.
Vereinsübergreifendes Spielen wird gezielt ermöglicht
Das grundsätzliche Regelwerk zu Spielberechtigungen, Mehrfacheinsätzen und Einsätzen in mehreren Mannschaften bleibt bestehen.
Neu ist jedoch eine gezielte Öffnung: Vereinsübergreifendes Spielen soll künftig möglich sein, wenn der eigene Verein in der betreffenden Altersklasse keine Mannschaft gemeldet hat. Eine generelle Öffnung der Spielberechtigungen ist ausdrücklich nicht vorgesehen.
Damit soll insbesondere Spieler:innen aus kleineren Vereinen ermöglicht werden, weiterhin in ihrer jeweiligen Altersklasse Liga zu spielen, auch wenn im eigenen Verein keine entsprechende Mannschaft zustande kommt.
Ausländer:innen-Regelung wird geöffnet
Eine deutliche Vereinfachung gibt es ab 2027 bei der Ausländer:innen-Regelung. Die bisherige zahlenmäßige Einschränkung pro Mannschaft entfällt.
Die Regelung wird dadurch einfacher und der Verwaltungsaufwand reduziert. Gleichzeitig ist dem VTV bewusst, dass sich daraus sportliche Veränderungen ergeben können. Die Auswirkungen der Öffnung werden daher entsprechend beobachtet.
Neue J21-Liga und gezielte Stärkung des Mädchentennis
Ein wichtiger Schwerpunkt der Neuerungen liegt im Jugendbereich. Ab 2027 wird erstmals eine J21-Liga ausgeschrieben. Sie soll insbesondere den Übergang vom Jugend- in den Erwachsenenbereich erleichtern.
Gespielt wird mit zwei Jugendlichen pro Mannschaft. Auch in den anderen Jugendklassen wird die Mannschaftsgröße auf zwei Spieler:innen reduziert. Der Kids-Bereich bis U11 bleibt unverändert.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Stärkung der Mädchen im Tennissport: Neben den gemischten Mannschaften werden bewusst auch reine Mädchenmannschaften ausgeschrieben.
Damit möchten wir den Vereinen einen zusätzlichen Anreiz geben, Mädchenteams zu bilden und Mädchen länger für das Mannschaftstennis zu begeistern. Gerade in Altersklassen, in denen Mädchen zahlenmäßig häufig in der Minderheit sind, soll dieses zusätzliche Angebot eine eigene sportliche Plattform schaffen.
Das Ziel ist klar: Mädchentennis sichtbarer machen, Mädchen im Verein halten und ihre Entwicklung im Mannschaftssport nachhaltig stärken.
Gleichzeitig erleichtert die Reduzierung auf zwei Spieler:innen generell die Mannschaftsbildung – insbesondere für kleinere Vereine.
Pflichtjugendliche in der Allgemeinen Klasse entfällt
Mit der Stärkung der eigenen Jugendbewerbe und der Einführung der J21 wird gleichzeitig die bisherige Regelung der Pflichtjugendlichen verändert.
Ab 2027 entfällt der verpflichtende Einsatz eines/einer Jugendlichen in der Allgemeinen Klasse. Jugendliche sollen dort spielen, wo es sportlich und altersmäßig sinnvoll ist. Die neue J21-Liga schafft dafür einen zusätzlichen Rahmen.
Damit soll auch der Druck reduziert werden, Jugendliche ausschließlich aufgrund einer Reglement-Vorgabe einsetzen oder für Mannschaften gewinnen zu müssen.
Damen spielen künftig zu viert
Eine weitere wesentliche Änderung betrifft die Damenmannschaften. Ab der Saison 2027 bestehen diese aus vier Spielerinnen. Alle anderen Mannschaftsgrößen bleiben unverändert.
Die Reduzierung soll den Vereinen die Bildung von Damenteams erleichtern. Gleichzeitig können alle vier eingesetzten Spielerinnen auch Doppel spielen.
Gemeinsames Liga-Finale als neuer Saisonhöhepunkt
Ein besonderes neues Element gibt es ab 2027 in den höchsten Spielklassen der Damen und Herren.
Nach Abschluss der Round-Robin-Spiele findet ein gemeinsames offizielles Finale der Damen und Herren an einem Austragungsort statt. Damit erhält die Digital Campus Vorarlberg Tennisliga einen klar sichtbaren sportlichen Saisonhöhepunkt.
Die beiden erstplatzierten Teams der Damen und Herren haben Vorrang bei der Austragung. 2027 beginnt die Vergabe mit den Damen, anschließend wird jährlich gewechselt.
Mit dem gemeinsamen Finaltag sollen die höchsten Damen- und Herrenbewerbe zusätzlich aufgewertet und die Liga auch kommunikativ stärker in den Mittelpunkt gerückt werden.
Mehr Flexibilität bei der Doppelaufstellung
Auch bei der Doppelaufstellung gibt es ab 2027 eine Änderung. Bei 6er-Mannschaften darf die Nummer 1 eines Teams künftig auch im 3er-Doppel eingesetzt werden.
Damit erhalten die Mannschaften mehr taktische Flexibilität bei der Aufstellung. Umsetzungsfahrplan-20272028
Keine Änderung gibt es hingegen bei der Punktevergabe: Das bestehende Wertungsmodell bleibt bestehen. Ebenfalls unverändert bleiben die bisherige Praxis bei der Kadersperre im Zusammenhang mit der Bundesliga sowie der Strafenkatalog.
Hitzekonzept: Gesundheitsschutz bleibt zentral
Beim Thema Hitze wartet der VTV die endgültige Ausarbeitung des ÖTV ab. Dabei geht es insbesondere um die Vorgangsweise bei oranger bzw. roter Wetterwarnung durch GeoSphere Austria.
Für die Digital Campus Vorarlberg Tennisliga gibt es aber bereits eine klare Linie: Muss eine Begegnung hitzebedingt verschoben werden und können sich die beiden Vereine nicht auf einen Ersatztermin einigen, legt der Verband den neuen Termin fest.
Der Gesundheitsschutz der Spieler:innen steht dabei im Mittelpunkt. Gleichzeitig soll eine klare Regelung unnötige Diskussionen oder taktische Verzögerungen bei Ersatzterminen verhindern.
2027 wird zur Übergangssaison
Während zahlreiche Änderungen bereits 2027 umgesetzt werden, folgt die größere strukturelle Anpassung der Liga mit der Saison 2028. Deshalb wird 2027 bewusst als Übergangssaison geplant.
Ab 2028 sollen die A- und B-Ligen der Damen und Herren grundsätzlich aus acht Teams bestehen. In den übrigen Altersklassen sind grundsätzlich 6er-Gruppen vorgesehen. Bei den Senior:innen sollen nach Möglichkeit ebenfalls 6er-Gruppen gebildet werden.
Die tatsächliche Gruppengröße bleibt dabei immer von der Zahl der Mannschaftsnennungen in der jeweiligen Liga abhängig. Abweichungen können deshalb notwendig sein. Play-off-Gruppen sollen möglichst vermieden werden.
Die Saison 2027 dient dazu, den notwendigen Auf- und Abstieg für diese neue Struktur vorzubereiten.
Herren D ab 2028 mit vier Parallelgruppen
Eine spezielle Anpassung ist für die Herren D vorgesehen. Ab 2028 soll diese Spielklasse in vier Parallelgruppen – D1, D2, D3 und D4 – ausgetragen werden.
Die vier Gruppensieger spielen anschließend in zwei Entscheidungsspielen gegeneinander. Die beiden Sieger dieser Begegnungen steigen auf.
Auch der Terminkalender 2027 steht fest
Neben den inhaltlichen und strukturellen Änderungen wurde beim Liga-Meeting auch der Terminkalender für die Saison 2027 beschlossen.
Die Liga startet Anfang Mai. Für die 1. Runde stehen der 1./2. Mai sowie der 8./9. Mai zur Verfügung, wobei eine Begegnung am 1./2. Mai nur einvernehmlich angesetzt werden kann. Die 2. Runde ist für 15./16. Mai vorgesehen, die 3. Runde folgt am 22./23. Mai. Das Wochenende 29./30. Mai bleibt bewusst spielfrei.
Im Juni folgen die weiteren regulären Runden und ersten Ersatztermine. Ein besonderer Termin ist der 3./4. Juli 2027: An diesem Wochenende findet der neue gemeinsame Finaltag der Damen und Herren A statt. Gleichzeitig steht das Wochenende als Ersatztermin zur Verfügung. Der 10./11. Juli bildet einen weiteren Ersatztermin. Terminkalender 2027
Gemeinsam die Liga weiterentwickeln
Mit den nun beschlossenen Maßnahmen fließen zahlreiche Rückmeldungen und Erfahrungen unserer Vereine direkt in die Weiterentwicklung der Digital Campus Vorarlberg Tennisliga ein.
Nicht jede Idee aus der Liga-Nachbesprechung führt automatisch zu einer Änderung. Einige bestehende Regelungen haben sich bewährt und bleiben bewusst bestehen. An anderen Stellen gehen wir neue Wege – etwa mit der J21, den eigenen Mädchenmannschaften, der Reduzierung der Damenmannschaften oder dem gemeinsamen Finaltag.
Die Saison 2027 wird damit nicht nur sportlich spannend, sondern auch organisatorisch eine wichtige Übergangssaison auf dem Weg zur neuen Ligastruktur 2028.
Dabei bleibt entscheidend, die Erfahrungen aus der Praxis aufzunehmen und die Liga gemeinsam mit unseren Vereinen und Spieler:innen weiterzuentwickeln.
Faszination Tennis leben!